Bürgerinitiativen warnen
vor großer Gefahr
für Millionen Menschen
entlang der Gleise in NRW

Große Sicherheitsmängel an Europas wichtigster Güterzug-Trasse

 

Die staatlichen Feuerwehren warnen öffentlich und gemeinsam, von Oberhausen bis Emmerich: Beim Ausbau der Güterzug-Trasse Betuwe wird keine ausreichende Sicherheits-Technik gebaut.
Die Feuerwehren können im Ernstfall Menschen nicht retten und Waggons nicht kühlen, um Explosionen zu vermeiden.

Das Problem betrifft die durch ganz NRW führende Zug-Trasse, den Rhein-Alpen-Korridor, die wichtigste Güterzug-Trasse Europas. Schon heute rollen extrem viele Gefahrgüter, die Trasse verbindet Europas Chemie-Industrie und ist in den Niederlanden per Gesetz für den Transport aller Gefahrgüter verpflichtend vorgeschrieben.

Wir sind für mehr Güter- und Gefahrgut-Transport auf der Schiene, aber bitte nur mit sachgerechter Sicherheitstechnik.

Während der Bund für Offenburg 1,5 Milliarden € für Luxus-Lärmschutz bewilligt,  werden bei uns 40 Millionen € für die von allen Feuerwehren geforderte Sicherheits-Technik verweigert (und obendrein noch 30% mehr Lärm zugemutet). 

Scharfe Kritik von Landesminister Groschek an „Lärmschutz de Luxe“ in Bundesminister Schäubles Wahlkreis – WAZ-Artikel hier!

Die Niederlande zwingen ab 1.4.2015 per Gesetz möglichst alle Gefahrgüter per Schiene zu transportieren, und zwar über die Betuwe-Linie. Begründung: Die Betuwe ist auf niederländischer Seite als Gefahrgut-Trasse ausgebaut und sehr gut gesichert, das vermeidet unnötigen Risiken für die niederländische Bevölkerung.

Ab Emmerich führen die Gleise weiter durch den Ballungsraum Ruhrgebiet und durch Großstädte wie Düsseldorf und Köln – aber ganz ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen.

Obwohl die Betuwe ein Teilstück der wichtigsten Güterzug-Trasse Europas ist (laut Europäischer Union, siehe EVTZ), und laut Umweltbundesamt auch die zentrale Verbindung der europäischen Chemie-Industrie, sollen die kleinen Kommunen entlang der Strecke für Sicherheit sorgen. Die Bezirksregierung Düsseldorf als Träger öffentlicher Belange sieht für sich keine eigene Betroffenheit, keine Verantwortlichkeit für Sicherheit und Katastrophenschutz.

Darum können Feuerwehren die Sicherheit nicht gewährleisten:

  • Kein ausreichendes Löschwasser
  • Keine lokale Stromabschaltung
  • Kein Informations-System zum geladenen Gefahrgut
  • Keine Einsehbarkeit von Unfallstellen wegen hohen und
    undurchsichtigen Lärmschutzwänden
  • Zu wenige und zu schmale Notfall-Türen

Alle Verantwortlichen

  • Deutsche Bahn AG
  • Bundesverkehrsministerium
  • Eisenbahnbundesamt (Präsident)
  • Bundesregierung (Bundeskanzlerin)
  • Landesregierung NRW (Ministerpräsidentin, Minister)
  • Europäische Union (Kommissionspräsident, Abgeordnete)
  • Bezirksregierung Düsseldorf
  • Kommunalpolitiker (Landräte, Bürgermeister)

wissen um das Problem, nicht zuletzt auch durch die öffentlichen Proteste der Bürgerinitiativen. Unsere Briefe und Antworten der Verantwortlichen hier oder unter www.betuwe-niederrhein.de

Sie alle wissen, dass keine ausreichende Sicherheit gewährleistet ist.
Sie alle wissen, wie stark Gleise in den Niederlanden gesichert sind.

Wir Bürger werden in die Irre geführt mit Verfahrensbürokratie, Zuständigkeiten und Eisenbahnrecht aus dem 19. Jahrhundert. Die Landesregierung NRW diskreditiert uns als Arbeitsplatz-Vernichter, und als Gartenzwerge, die eine Idylle ohne Verkehr wollen. Eine Schande für unser Gemeinwesen ist diese unsachliche Haltung!

Diese Seite dokumentiert die jahrelangen Bemühungen der Bürgerinitiativen, eine angemessene Sicherheitstechnik zu erreichen,  die den stark gestiegenen Risiken gerecht wird.