Landräte werden aufgefordert Einwendungen zu machen – 31. März 2017

Landrat Dr. Müller und Landrat Spreen tragen Verantwortung für den Katastrophenschutz in ihren Kreisen

Beide Landräte und könnten Einwendungen bei der Bezirksregierung machen und zum Beispiel die technische Möglchkeit zur elektrische Abschaltung der Oberleitungen durch die Feuerwehren fordern. Das kostet die Kreise kein Geld.

Wenn die Feuerwehren auf den Notfallmanager der Bahn warten müssen, kann das schnell viele Menschenleben kosten.

Beide Landräte werden an das von ihnen beiden persönlich getragene „Statement der Region“ vom 2. März 2017 erinnert – wörtlich heißt es  „Wir erwarten den vollen Einsatz under Madatsträgerinnen und Mandatsträger“.

Nicht wir Menschen in den Kreisen, sondern die Verursacher müssen in die Pflicht genommen werden!

Hier der Brief der IG BISS

 

Hier der Brief der Betuwe – so nicht! Wesel

Forderung an Landrat Dr Müller für den Kreis Wesel eine Einwendung zum Thema Sicherheit an der Betuwe zu machen – Mail vom 27 März 2017

 

Erzwungener Kompromiss mit Verzicht der Kommunen auf Klage – 13. März 2017

Im Rathaus in Rees versammeln sich Bürgermeister der Betuwe-Kommunen, die Bundesministerin Hendricks, Landesminister Groschek und Bahn-Vorstand Pofalla sowie Vertreter der Feuerwehren. Kein Sprecher der Bürgerinitiativen wurde eingeladen, nicht mal als Gast.

Ergebnis: Bund und Bahn zwingen den Kommunen eine nicht ausreichende Sicherheitslösung auf und bezeichnen diesen Zwang als Kompromiss. Ein Kompromiss zwischen Kommunen und Bahn, für den die Kommunen – was Herr Pofalla stolz verkündet – auf Ihr Klagerecht verzichten. In der WDR Lokalzeit:

WDR Lokalzeit – Bericht 13. März 2017

Das Problem der Wartezeiten auf Notfall-Manager der Bahn bleibt. Damit wird nicht ausreichende Sicherheit am Gleis amtlich besiegelt.

Feuerwehrchef Gerd Auschrat von der Oberhausener Feuerwehr erklärt in der WDR Lokalzeit Duisburg vom 13. März 2017 mit Blick auf die langen Wartezeiten auf den Notfall-Manager der Bahn: Eine „halbe Stunde ist eine sehr lange Zeit, entspricht auch nicht unseren Brandschutz-Bedarfsplanungen, aber als Gemeinde haben wir keinen Einfluss auf die Verträge, die das Land mit dem Großkonzern abschließt“.

Für die Bürger in den Bürgerinitiativen nicht nachvollziehbar, wie in Nordrhein-Westfalen ohne Not die eigenen Feuerwehren ignoriert werden. Sicherheits- und Katastrophenschutz geopfert, aber wieso, für wen oder was?

Die Kommunen werden finanziell belastet, weil Spezialfahrzeuge dauerhaft mehr Personal benötigen. Auch die Ersatzbeschaffung ist ungeklärt, die Geräte müssen alle 15 Jahre erneuert werden.

Warten auf den Notfallmanager – 4. März 2017

Technische Probleme für die Feuerwehren in Deutschland

Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen berichtet in der NRZ vom 4. März 2017, mit welchen Problemen unsere Feuerwehr zu kämpfen hat, insbesondere auch mit der Abschaltung der elektrischen Oberleitungen.

Bis zu 45 Minuten müssen die Feuerwehren auf den Notfallmanager warten, der den Strom abschaltet – vorher können die Feuerwehren weder kühlen noch Menschen retten, weil Gefahr für das eigene Leben besteht.

Sein ausführlicher Bericht hier online bei der NRZ.

Am 12. Januar 2017 entgleiste im Bahnhof der über 71.000 Einwohner zählenden Stadt Dinslaken ein Zug mit 9 Kesselwagen nach Mitternacht. Die Deutsche Bahn AG hielt nicht einmal eine Verständigung der Feuerwehren für nötig. Zum Glück ist keiner der Kesselwagen heiß geworden – und zum Glück musste niemand auf den Notfallmanager warten. Bericht: Dinslaken entging einem Unglück – NRZ.