Gefahrgut-Zug im Bahnhof Dinslaken entgleist – Feuerwehr nicht informiert – 12. Januar 2017

Güterzug entgleist in Dinslaken  – Feuerwehr nicht alarmiert, noch nicht einmal informiert

In Dinslaken ist in der Nacht zum 12. Januar 2017 ein Zug mit neun Waggons mit Flüssiggas und Kältemittel entgleist – viel Glück bewahrte die Anwohner vor einer großen Katastrophe.

Mit Entsetzen lesen wir in der NRZ über die Sorglosigkeit der Deutschen Bahn AG:

„Mehr als erstaunt war Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen, als er zufällig von dem Vorfall erfuhr. Die Bahn hat weder die Feuerwehr in Dinslaken noch die Feuerwehr-Kreisleitstelle informiert geschweige denn alarmiert – trotz der gefährlichen Fracht. Das wäre aber, so Zurmühlen, ‘die Aufgabe der Notruf-Leitstelle der Bahn gewesen.‘ … Es habe ‚zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden‘, so begründet die Bahn ihr Schweigen. Schließlich sei nur der Triebwagen entgleist.“

Quelle: NRZ vom 12. Januar 2017

Mit derartig verantwortungslosem Selbstverständnis werden auch Forderungen der Feuerwehren nach Sicherheitstechnik beim Ausbau der Gleistrasse durch zur internationalen Gefahrgut-Trasse von der Deutschen Bahn AG abgelehnt. 

Parallelen zur Katastrophe in Viareggio 2009 mit 32 Toten

Die Bürgerinitiativen weisen auf ein ähnliches Unglück in Viareggio, einer Kleinstadt in Italien, im Jahr 2009 hin. Bei dem Eisenbahnunfall am 29. Juni 2009 entgleiste im Bahnhof von Viareggio ein Güterzug beladen mit Butangas, dessen Ladung zum Teil explodierte. 32 Menschen starben. Quelle: Wikipedia

 

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