Viele Gefahrgüter auf der Betuwe – Risiko-Grenzwerte in Niederlanden überschritten 15. Juli 2016

Zu viele Gefahrgüter auf den Betuwe – Bypässen. Niederländische Staatssekretärin Sharon Dijksma sucht deshalb Alternativen, vor allem auf dem Wasserstraßen

Wegen dem neuen Basisnet-Gesetz, dass alle Gefahrgut-Transporte vorrangig auf der Betuwe Güterzugtrasse vorschreibt,  fahren schon jetzt sehr viele Gefahrgüter auf der Betuwe. Deshalb übersteigt das Risiko durch Gefahrgut-Transporte auf den Bypässen der Betuwe-Strecke die niederländischen Risiko-Grenzwerte.

Staatssekretärin Sharon Dijksma will den Transport von Gefahrgütern auf der Betuwe verringern, weil diese Transportmengen bereits heute eine zu große Gefahr darstellen.

Das berichtet die niederländische Fachzeitschrift für Eisenbahnunternehmen ‚SPOOR Pro.nl Vakblad voor Railbedrijven‘

in dem Artikel vom 13. Juli 2016 (siehe Link).

Diese Bemühungen der Niederländischen Regierung beweisen, dass die niederländische Betuwe und ihre Bypässe eine sehr stark von Gefahrgut befahrene Trasse ist. Das wird dann im Umkehrschluss auch für den deutschen Teil der Strecke gelten. Genau das wird vom Eisenbahn-Bundesamt dreist geleugnet: „Eine gewöhnliche Strecke wie hunderte andere auch“ wurde völlig ohne Beweise auf der 2. Oberhausener Sicherheitskonferenz vom 24.10.2014  behauptet.  Auch die Landesregierung ignoriert diese Tatsache,  und die Deutsche Bahn AG behauptet öffentlich „wir wissen nicht, was transportiert wird“. Deshalb sind heute keine ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen ab dem Grenzübergang in Deutschland vorhanden – und keine für die Zukunft geplant.

Trotz unserer Proteste, und trotz amtlichen Fakten, wie z.B. Aussagen des Umweltbundesamtes, das diese Strecke als wichtigste Verbindungstrasse der europäischen Chemieindustrie bezeichnet (Im Gutachten „Schienennetz 2025/30„), wird nur beschwichtigt, abgewiegelt und verharmlost.

Vor diesem Hintergrund ist es unfassbar, dass deutsche Behörden und Politiker sich nur wegducken und Fakten ignorieren, anstatt geltende Gesetze umzusetzen und vom Verursacher angemessene Sicherheit zu fordern.

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