Chef des Duisburger Hafens diffamiert Feuerwehren, Kommunen und Bürgerinitiativen – 3. Juni 2016

Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, Erich Staake
diffamiert Feuerwehren, Kommunen und Bürgerinitiativen

„Umweltaktivisten gefährden Großprojekte … weil einige wenige Aktivisten sich über Jahre gegen ein wichtiges Vorhaben wehren…
Wir sprechen über lächerliche 70 Kilometer Schiene.“ 

Rheinische Post vom 3. Juni 2016

http://www.rp-online.de/wirtschaft/umweltaktivisten-gefaehrden-grossprojekte-aid-1.6018664

Der Vorstandsvorsitzende der Duisburger Hafen AG, der Duisport-Gruppe, Erich Staake wirft einzelnen ‚Umweltaktivisten‘ vor, das Projekt Betuwe zu blockieren.

Er ignoriert, dass alle sieben Kommunen – für ihre rund 470.000 Bürger – ganz erhebliche Einwendungen für mehr Lärmschutz, mehr Sicherheit und Nahverkehr im Planfeststellungsverfahren gemacht haben.
Auch alle staatlichen Feuerwehren protestieren heftig – wie hier nachzulesen. Das sind keine einzelnen Aktivisten, das ist keine „professionelle Empörung interessierten Minderheiten“.

Kleine Anlieger-Kommunen sollen Sicherheit am Gleis bezahlen, damit Logistiker Profite einfahren können – das ist unsozial, genauso wie wegen Unwirtschaftlichkeit entfallendem Lärmschutz, zerschnittene Städte und Einschränkungen für den ÖPNV. Das ist Menschen verachtend, das ist Logistik auf dem Rücken der Anwohner. Steuerzahler kleiner Städte sollen jahrzehntelang bezahlen, ohne einen Nutzen zu haben, sondern nur den Lärm, hässliche Mauern und die Gefahr. Deswegen ist unser sachlicher Protest gerechtfertigt.

Als Chef eines im Staatsbesitz befindlichen Unternehmens hat er vergessen, dass er für das Gemeinwesen arbeitet, denn wir alle sind seine Gesellschafter.


Statt arroganter Falschbehauptungen wären konkrete Lösungsvorschläge angemessen.
Er steht für eine rücksichtslose Logistik auf dem Rücken der Menschen. Und er hört gar nicht richtig hin: Niemand ist gegen mehr Güter auf der Schiene, ganz im Gegenteil! Es soll nur bitte zeitgemäß, sicher und leise sein. Es geht um Lebensqualität für Bürger, um Sicherheit und Nahverkehr.

Mit seinen unsachlichen Provokationen und Schuldzuweisungen sorgt er selber für weitere Verzögerungen.

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