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Dramatische Zuspitzung – starke Risiko-Zunahme schon heute

Nicht erst die Folgen der geplanten Erweiterung auf drei Gleise nehmen immer bedrohlichere Ausmaße an, sondern auch die Menge der schon heute über die vorhandenen zwei Gleise beförderten Gefahrgüter.

Die Gefahrgüter rollen bereits jetzt schon zunehmend auf unseren Gleisen, weil in den Niederlanden ab 1.4.2015 die gesetzliche Regelung „Wet basisnet spoor“ in Kraft ist. Gefahrgut soll möglichst vollständig über die Betuwe-Route transportiert werden, auch wenn dies nicht die kürzeste Strecke für die Güter ist. Eine der Zielsetzungen von „Basisnet“ ist es, bewohnte Gebiete in den Niederlande vor Gefahrguttransporten zu schützen.

Die niederländischen Originaltexte lesen sich in der Übersetzung für uns und viele Anwohner so, als ob nur noch Gefahrgüter in Emmerich ankommen, um dann völlig ungesichert weiter durch ganz Nordrhein-Westfalen zu rollen. Schon heute fehlen bei uns Löschwasser, die Stromabschaltung am Gleis und das Feuerwehr-Gefahrgut-Info-System.

Die Bügerinitiativen haben deshalb am 19. August 2015 alle Bürgermeister und Landräte dringend per Brief gebeten, gemeinsam und sofort

  1. die niederländischen Gesetze wie das „Basisnet“ professionell und rechtssicher übersetzen zu lassen und
  2. das Unfall-Risiko für den Deutschen Teil der Betuwe berechnen lassen – auf Grundlage der niederländischen Risikoberechnungsformel.

Es muss Klarheit zur Nutzung der Güterzug-Trasse Betuwe hergestellt werden – alles andere ist Täuschung der Bürger.