Innenminister Reul muss einwendung im planfeststellungsverfahren machen – 11. Februar 2019

Nach dem Güterzug-Brand in Unkel muss das Land NRW endlich handeln.

Wir fordern, dass er endlich als Träger öffentlicher Belange im laufenden Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Güterzugtrasse Emmerich-Oberhausen eine Einwendung zum Thema Sicherheit macht.

Offener Brief an den Innenminister Herbert Reul.

Unkel – Notfallmanager kommt erst nach einer stunde – 7. Februar 2019

In Unkel brennen drei Güter-Waggons, die darin geladenen Spraydosen explodieren einzeln. Unsere größte Sorge wird bestätigt: Die Feuerwehren können nicht schnell Retten, können nicht schnell Kühlen und Löschen.

Die Aktuelle Stunde im WDR Fernsehen berichtet: Die Feuerwehr musste eine Stunde auf den Notfallmanager der Deutschen Bahn AG warten, damit dieser die Stromleitungen erdet.

Auf unserer Trasse Emmerich – Oberhausen werden große Mengen Gefahrgüter transportiert. In Dinslaken sind 2017 im Bahnhof neun Kesselwagen entgleist. Nicht auszudenken, wenn im Katastrophenfall die Feuerwehren wegen fehlender Erdung nicht Kühlen und Löschen können.

Hier ein Link zu einem privaten Facebook-Video:

Horror! Was wäre, wenn der Zug Gefahrgut transportiert hätte????

Gepostet von BIN gegen Bahnlärm e.V. am Donnerstag, 7. Februar 2019
Private Life-Aufnahme

Bürgerinitiativen veranlassen sicherheits-Testlauf 6. Februar 2019


Vor dem Hintergrund steigender Gefahrgut-Transportmengen und aktueller Unfälle hat Gert Bork mit Erfolg angeregt, einen Sicherheits-Testlauf auf deutscher Seite zu starten .

Beispielhaft ist das zeitraubende Verfahren, mit dem die deutschen Feuerwehren über die Ladung von verunglückten Waggons informiert werden. Konkret informiert der Fahrdienstleiter des Netzbetreibers zuerst die Notfallzentrale der Deutschen Bahn über den Inhalt der Waggons, die wiederum die Kreis-Notfall-Leitstelle in Kenntnis setzt. Diese Notfall-Leitstelle soll die Feuerwehr-Einsatzkräfte vor Ort darüber informieren, welche Stoffe in den Waggons sind. Und dann ist noch kein Notfallmanager der Bahn vor Ort – Stichwort: Erdung der Oberleitung! Auch die Wasserbeschaffung mit Spezialfahrzeugen sowie der Gesamtablauf erscheinen für die Bürgerinitiativen überprüfenswert.

Gert Bork, Sprecher des Verbandes der Bürgerinitiativen, hat diese Sorgen und Ängste der Mitglieder aller Bürgerinitiativen und vieler Anwohner aufgegriffen und diesen Testlauf angeregt. In Absprache mit der Feuerwehr, die ebenfalls ein großes Interesse hat, wurde die Deutsche Bahn angesprochen. Die Bahn zeigt Verständnis, wünscht aber eine klare Anforderung durch die Kommunen. In der AG Betuwe, dem kommunalen Arbeitskreis der Bürgermeister, fand Gert Bork am 6. Februar 2019 allseits Unterstützung für seinen Vorschlag. Der Sprecher der Kommunen, der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers, wird bei der Deutschen Bahn weitere Informationen sowie einen Testlauf für die kommunalen Feuerwehren einfordern.